| Wie Sie gute Mitarbeiter
motivieren - und halten...
|
||
|
Fachliche Kompetenzen, sowie eine leistungsorientierte Grundeinstellung
sind zweifelsohne Faktoren, die ein guter Mitarbeiter unbedingt haben
sollte.
Doch auch die äußeren Bedingungen im Unternehmen müssen stimmen, damit dieser auch täglich bereit ist, seine Fähigkeiten zum Wohle des Unternehmens einzusetzen. Denn nur zufriedene Mitarbeiter sind motiviert und nichts kostet so viel Geld wie unzufriedene und verärgerte Mitarbeiter, die frustriert jeden Abend das Büro verlassen. Das Marktforschungsinstitut Gallup untersucht jedes Jahr die Arbeitsmotivation der Mitarbeiter in deutschen Unternehmen und versucht zugleich eine betriebswirtschaftliche Quantifizierung der Ergebnisse. Demnach weist die Bereitschaft, sich für das Unternehmen zu engagieren seit Jahren steil nach unten. Der deutschen Wirtschaft entstehe hierdurch pro Jahr ein Schaden von bis zu 220 Milliarden Euro. Gallup zufolge reduziert sich der Anteil der engagierten Arbeitnehmer von Jahr zur Jahr: So gelten derzeit allenfalls 15% der Mitarbeiter als engagiert. Besonders krasse Unterschiede wurden außerdem zwischen Ost- und Westdeutschland fest gestellt: im Osten waren es nämlich nur 11%, die als engagiert gelten können. Von den über 80% der Angestellten, die als unmotiviert und bindungslos ans Unternehmen gelten, sind sogar 15% als "aktiv unengagiert" aufgefallen. Diese betrieben nicht nur "Dienst nach Vorschrift", wie das Gros deutscher Arbeitnehmer, sondern zeigten ihre Unzufriedenheit gar auf deutliche, bisweilen aggressive Art und Weise. Sie weisen deutlich höhere Fehlzeiten auf und verlassen das Unternehmen in aller Regel binnen nächster Zeit, was zu einer hohen Personalfluktuation führt (und damit zu Unruhe im Betrieb). Als wesentlichen Grund für dieses verheerende Bild nennt Gallup schlechtes Management und somit ein schlechtes Arbeitsklima. Es besteht also bereits eine rein wirtschaftliche Notwendigkeit, die "Moral" der Mitarbeiter zu steigern und dafür Sorge zu tragen, dass diese bereit sind, sich für das Unternehmen zu engagieren. Doch wie erreicht man es, dass der Arbeitnehmer sich einbringt und zufrieden ist? Bereits in der Gallup-Studie klingt es an: Unzufriedenheit am Arbeitsplatz entsteht nicht aus heiterem Himmel, sondern die Gründe liegen vielfach in der Verantwortung des Managements. Im folgenden deshalb einige Tipps, wie dem Rechnung getragen werden kann. |
Gallup-Studie bringt es an den Tag: der motivierte Arbeitnehmer ist die Ausnahme!
|
|
|
1. Formulierung einer Firmenidentität: Corporate Identity Ein Begriff, den jeder Manager gerne im Munde führt, denn er suggeriert Modernität und Aufgeschlossenheit. Corporate Identity bildet jedoch das Grundgerüst und ethische Leitlinie für unternehmerisches Handeln. Gemeinhin umfasst der Begriff der corporate identity die Gesamtheit an firmeneigenen Werten und Normen, die die "Persönlichkeit" des Unternehmens konstituieren. Die Begriffe der "Firmenethik" und "Firmenkultur" werden häufig in diesem Zusammenhang synonym verwendet. Nur wenn es jedoch gelingt, diese abstrakten Begriffe mit Leben zu erfüllen und für jeden im Betrieb erfahrbar zu machen, erreicht man das eigentliche Ziel, nämlich die Bindung und Identifikation jedes einzelnen Mitarbeiters mit "seinem" Unternehmen. Denn dann erkennt der Mitarbeiter, dass man es mit den formulierten Ansprüchen wirklich ernst meint. Die Formulierung einer Firmenidentität beinhaltet also mehr: Zum einen muss betriebsintern ein Verhaltenskodex erarbeitet werden, der dazu geeignet ist, diese längerfristigen Ziele und Werte zu verwirklichen. Zum andern müssen für die Außendarstellung entsprechende Richtlinien entwickelt werden: Wie möchte ich, dass das Unternehmen von außen gesehen wird? Wie sollen unsere Mitarbeiter die Firma nach außen repräsentieren? Man sollte sich also folgende Fragen stellen: Wie sollte der zwischenmenschliche Umgang innerhalb der Firma aussehen? Welche Bedeutung hat "der Kunde" für das Unternehmen und wie kann ich dieser Bedeutung Ausdruck verleihen? Wie ist die ethische Grundhaltung des Unternehmens zu zentralen gesellschaftlichen und sozialen Fragen und wie kann ich dem durch eine geeignete Personalpolitik und Öffentlichkeitsarbeit Rechnung tragen? Welches sind zentrale Charaktermerkmale der "Person Unternehmen" und woran erkennt dies der Kunde? Welche Bedeutung haben die Begriffe "Arbeit", "Freizeit", "Leistung", etc. aus der Sicht des Unternehmens und wie muss dies Einfluss auf Personalpolitik und Marketing haben? Welcher Kunde ist "unser Kunde" und welcher Kunde passt besonders gut zum Unternehmen? und so weiter. Doch natürlich müssen auch beim täglichen Umgang miteinander einige Dinge beachtet werden. |
zurück zum Start.......
| © 1999-2004 Marion Dorbert - Letzte Aktualisierung: 03/04 - E-Mail: info@marion-dorbert.webjus.de |
| Impressum |